Heute testen wir drei Stereo Headsets aus dem Hause Sennheiser. Hier bei handelt es sich um folgende Modelle:
| PC 166 USB | PC 330 | PC 360 |
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Jedes Headset ist qualitativ sehr hochwertig, doch nicht jedes Headset ist individuell einsetzbar. Um euch das ein wenig näher zu bringen, welches Headset wofür am besten geeignet ist führen wir diesen Test durch.
Testumgebung:
Getestet wurden alle drei Headset jeweils mit einer Onboard Soundkarte (Mainboard: ASUS P8P67) und einer ASUS Xonar D2X. Zudem wurden alle Headset mit Default Settings getestet.
Testsystem:
- Intel Core i5 2500K
- Corsair Vengeance 8GB CL9 1600 MHz
- Asus P8p67
- Asus Xonar D2X
- Gainward Phantom GTX 560 Ti 1024 MB
- Samsung SpinPoint F3 HD502HJ
Verwendete Medien:
- Musiktitel: Linkin Park – Numb (192kBit) / Nickelback – This Afternoon (192kBit)
- Filmtitel: Ich bin Nummer 4 (BluRay)
- Spieltitel: StarCraft 2 / Call of Duty Modern Warfare 2
Verwendete Programme:
- Cyberlink PowerDVD
- Winamp
- Windows 7 Professinal 64Bit
- Teamspeak 2/3
- Skype
- Napster
Technische Daten:
| PC 166 USB | PC 330 | PC 360 | |
| Tragestiel: | Binaural | Headband, stereo | Headband |
| Kabellänge: | 3 m | 3 m | 3 m |
| Anschlussstecker: | 2 x 3,5 mm Klinkenstecker / USB Adapter | 2 x 3,5 mm Klinkenstecker | 2 x 3,5 mm Klinkenstecker |
| Gewicht: | 472 g (mit Kabeltrommel) | 255 g | 300 g |
| Kopfhörer: | 15 – 23,000 Hz | 14 – 22,000 Hz | 15 – 28,000 Hz |
| Impedanz: | 32 Ω | 32 Ω | 50 Ω |
| Schalldruckpegel bei 1kHz: | 118 db | 112 dB | 112 dB |
| Mikrofon | |||
| Audioübertragungsbereich: | 80 – 15,000 Hz | 70 – 15,000 Hz | 50 – 16,000 Hz |
| Richtcharakteristik: | undirektional | Noise canceling | Noise canceling |
| Impedanz | 2 kΩ | ~ 2 kΩ | 2 kΩ |
| Empfindlichkeit: | -38 dBV | -32 dBV | -38 dBV |
| Preis: | 149,- € | 119,- € | 199,- € |
Fangen wir mit dem optischen Erscheinungsbild der drei Kandidaten an. Jedes Headset ist sehr stabil und vom Design her sehr schick. D.h., das PC 166 USB, um mit dem kleinsten aus der Reihe anzufangen, hat einen recht dünnen Kopfbügel, kleine bis mittelgroße Ohrpolster was einer Seits recht angenehm ist auf der anderen Seite wiederum ein wenig störend. Dies hängt jedoch vom Benutzer ab, da jede Person bekanntlich unterschiedlich große Ohren hat. Des Weiteren besitzt das PC 166 USB eine Kabeltrommel, womit sich je nach Entfernung zur Anschlussbuchse, die Kabellänge einstellen lässt. Beim Kabel muss man allerdings zugeben es hätte ein wenig dicker sein können.
Das PC 330 ist ebenfalls sehr robust und besitzt einen gepolsterten Kopfbügel, welcher für ein sehr angenehmen Tragekomfort sorgt. Die Ohrpolster sind recht groß und weich gehalten. Dies sorgt ebenfalls für ein angenehmes tragen. Das Kabel ist im Gegensatz zum kleineren Model stabiler, was so viel heißt wie man kann mal mit dem Stuhl drüber rollen. Jedoch sollte man dieses nicht unbedingt wörtlich nehmen. Da das Headset Ursprünglich für Musikliebhaber konzipiert wurde, hat es dem entsprechend das passende Feature bekommen. Diese Feature nennt sich DJ Feature. Jetzt fragt sich jeder natürlich “Was ist das?”. Das Headset hat die Möglichkeit die Rechte Ohrmuschel um ca. 45 Grad nach hinten weg zu klappen. Oder um es mal für die Gamer zu formulieren, ihr hör auf der rechten Seite auf einmal Stimmen, die nichts mit dem Spiel zu tun haben. Angst einflößend oder? Was mich persönlich bei dem Headset ein wenig gestört hat ist, das nach einiger Zeit angefangen hat auf dem Kopf einen leichten Druck auszuüben. Gut dies kann natürlich damit zusammenhängen das ich nicht unbedingt den schmalsten Kopf habe. Also an all die, die mein Schicksal teilen, dieses Headset kann auf Dauer ein wenig straff sitzen.
Kommen wir nun zum letzten Kandidaten aus der Runde und damit auch zum Schlachtschiff von Sennheiser, das PC 360. Vorab muss ich erwähnen, ich habe schon ziemlich viele Headsets ausprobiert und muss sagen das dieses wirklich sehr angenehm auf dem Kopf sitzt, was ich nicht über jedes Headset sagen kann. Es hat wie das Mittelklasse Model einen gepolsterten Kopfbügel, was wie schon erwähnt, unteranderem zu einem hervorragenden Tragekomfort beiträgt. Die großen gepolsterten Ohrmuscheln, die nicht wie üblich Rund sind, sondern eher die Form von übergroßen Ohren haben unterstreichen das ganze dann nochmal. Das Kabel ist flexible und sehr gut ummantelt.
Das PC 330 und das PC 360 besitzen kein Bedienpanel wie man es sonst kennt. Um das Mikro Aus- bzw. Stummzuschalten, klappt man es einfach nach oben bis man ein klicken hört. Die Laustärkereglung erfolgt bei beiden über die Rechte Ohrmuschel. Beim PC 330 sieht es aus wie ein Ring der sich außen auf der Rechten Ohrmuschel befindet und beim PC 360 wie der Lautstärkeregler eine Hi-Fi Anlage, nur in klein.
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Das PC 166 USB hat so gut wie jedes andere Headset ein Bedienpanel, worüber sich die Laustärke regeln und das Mikro Stumschalten lässt. Ich persönlich finde das jedoch nicht so praktisch, da es ein zusätzliches Gewicht ist das auf der linken Ohrmuschel lastet. Zudem kennt ein jeder das Problem, dass sich es sich hier und da mal verhakt.
So kommen wir nun zum eigentlichen Test. Wie man weiter oben bei den Verwendeten Medien sehen kann, habe ich den Test in 3 Kategorien aufgeteilt. Ich verwende eine Skala von 1 bis 10, wobei 1 “gar nicht zu gebrauchen bedeutet” und 10 “Das muss man einfach haben” bedeutet, um es mal grob auszudrücken. Beginnen wir mit dem PC 166 USB und seiner Musiktauglichkeit. Ich muss zugeben, was so ein kleiner Soundprozessor bzw. ein kleiner USB Sound Adapter alles leisten kann. Beim Musikhören gibt es für seine recht kleine Größe einen satten Bass und klare Höhen wieder. Die Mitteltöne könnten ein wenig kräftiger sein. Es ist hin und wieder, je nach Musiktitel bzw. Genre, schwierig festzustellen was für ein Instrument gespielt wird. Die Sprachverständlichkeit ist deutlich und klar, ich muss also nicht raten was der Sänger da von sich gibt, was ein jeder bezeugen, kann nicht bei jedem Headset der Fall ist.
Bei Filmen ist das Ergebnis ähnlich ausgefallen. Die Tiefen und die Höhen sind kräftig und klar. Die Mitten sind überraschenderweise besser. Was höchst wahrscheinlich mit der Aufnahme des Filme zusammen hängt. Die Ortung, z.B. wenn in einem Film aus irgendeiner Ecke geschossen wird, was ja wirklich selten ist heutzutage, ist ziemlich genau, d.h. ich kann ziemlich genau sagen aus welcher Richtung der Schuss kam.
Beim Spielen allerdings war das Ergebnis nicht so gut. Die Bässe waren flacher, also es steckte weniger druck dahinter. Die Höhen wurden spitzer und die Mitten wurden schwammig. Die Ortung hingegen ist ziemlich präzise gewesen. Natürlich wurde das Ganze dann auch noch mal ohne den USB Soundadapter getestet und wie man es sich denken kann wurde das ganze mit der Onboard Soundkarte schlechter. Mit der Asus Xonar D2X kam ich dann so ziemlich auf das gleiche Ergebnis wie mit dem Soundadapter.
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Der nächste Kandidat, das PC 330, schneidet bei der Musikwiedergabe bzw. Musikhören deutlich besser ab. Die Tiefen sind kräftig die Höhen sehr klar, nahezu perfekt und die Mitten sind deutlich zu erkennen. Ich könnte euch also mühelos sagen, wo die Geige in einem Symphonie Orchester sitzt. Gut das ist jetzt zwar ein wenig übertrieben aber der Sound ist wirklich angenehm es mach Spaß mit dem Headset Musik zu hören. Bei der Filmwiedergabe wurden die Mitteltöne etwas deutlicher, ansonsten konnte ich keinen spürbaren Unterschied feststellen. Beim Spielen viel das Ergebnis, dem der Musikwiedergabe ziemlich ähnlich, d.h die Tiefen waren etwas schwächer aber immer noch kräftig, die Mitten immer noch sehr sauber und die Höhen immer noch klar. Mit der Asus D2X wurde es beim Musikhören und Film anschauen besser. Beim Spielen konnte keinen Unterschied festgestellt werden.
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Das PC 360, ist unser letzter Kandidat. Fangen wir mit der Musiktauglichkeit an. Man könnte denken, mit einem guten Headset hört sich der Klang einer Onboard Soundkarte einfach nur schlecht an aber ich muss euch leider enttäuschen. Das Klangbild war unglaublich gut. Von den Tiefen bis hin zu den Höhen alles sehr sauber. Selbst die Ortung bzw. die Wahrnehmung der einzelnen Instrumente ist erschreckend präzise. Bei Filmen ist das Ergebnis gleich und man hört zudem Dinge, die man vorher mit den anderen Headsets nicht so deutlich gehört hat. Beispielsweise eine zerbrechende Scheibe im Hintergrund. Beim Spielen macht es wirklich spass mit dem PC 360. Die Tiefen sind kräftig, die Mitten sehr deutlich und die Höhen sehr klar. Bei Call of Duty Modern Warefare 2 beispielsweise hören sich die Waffen sehr realistisch an und nicht wie ein defekter Rasierer. Als dann die Asus Soundkarte ins Spiel kam, wurde das Wahre Können des Headsets offenbart. Alle Bereiche wurden um eine Ebene angehoben. Tiefen, Mitten und höhen wurden aus meiner Sicht Perfekt.
Kommen wir zu den Mikrofonen der Headsets. Alle drei haben eine ordentliche Sprach- bzw. Aufnahmequalität. Die Mikros sind am Mikrofonhals verstellbar, d.h. für Leute die etwas leiser sprechen kann man es ein wenig näher an den Mund führen und für Leute die etwas lauter atmen und Sprechen vom Mund weg führen. Das PC 166 USB hat zusätlich noch einen mitgelieferten Mikrofonschutz. Bei den anderen beiden ist das Mikro durch eine Plastikummantelung geschützt was optisch natürlich schicker ist und doch seine funktion nicht verfehlt.
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Fazit:
So nun sind wir auch schon am Ende angekommen. Im Großen und Ganzen haben alle drei Kandidaten gut bis sehr gut abgeschnitten. Das PC 166 USB war in diesem Fall das Headset, welches gut abgeschnitten hat. Es ist nicht zum dauerhaften Musik hören, oder einer der anderen beiden Bereiche, geeignet. Es ist eher für Leute die viel Skypen oder Teamspeak benutzen. Ich weise jedoch darauf hin, das es empfehlenswert ist die mitgelieferte USB Soundkarte oder eine seperate Soundkarte zu vewendenen. Da dann erst das Potential des Headsets ausgenutzt wird.
Das PC 330 ist da schon eher was für alle Bereiche. Jedoch ist es für Leute die hauptsächlich am PC Musikhören oder mal einen Film anscheuen eher geeignet, weil das gesamt Klangbild in dem Bereich optimal ist. Für die unter euch die viel mehr Spielen als alles andere, ist es auch eine Empfehlung. Aber merkt euch meine Wort, wenn ihr auch so einen Quadratschädel wie habt, dann wird es auf dauer eng auf dem Kopf. Klanglich macht es eine gute Figur aber für Gamer die wollen, das bei einer Explosion der ganze Kopf vibriert, ist es dann doch nicht das Wahre.
Das Schlachtschiff von Sennheiser, das PC 360, schneidet als bester ab. War irgend wie auch zu erwarten, wenn wir mal ehrlich sind. Es hat in allen Bereichen eine gute Figur hingelegt. Musik hören wurde zum Genuss, einen Film anschauen zum Abenteuer und das Spielen zur Wohltat. Jetzt fragt sich jeder Gamer “Was hat Wohltat mit zocken zu tun?!”. Ganz einfach, es ist eine Wohltat zu hören von wo der Gegner kommt, wenn sich die Waffen wirklich anhören wie Waffen oder Explosionen wie eine richtige Explosion und nicht wie ein A Böller zu Silverster.
Also alle drei Kandidaten sind klar empfehlenswert, doch nicht jeder kauft sich ein Headset, das er nicht braucht. Darum Ohren auf, vorm Headsetkauf.